Parodontitis

Parodontitis-Risiko

Parodontitis als Volkskrankheit

Es ist nachgewiesen, dass Karies durch Bakterien verursacht wird und gute Mundhygiene, also regelmäßiges Zähneputzen, die Bildung von Plaque und damit Karies vermindert. Weniger bekannt ist, dass auch die Parondontitis durch Bakterien hervorgerufen wird.

Die Parodontitis ist eine verbreitete Erkrankung, die unbehandelt zum Verlust Ihrer Zähne führen kann. Es handelt sich um eine Krankheit, die vermeidbar bzw. heilbar ist. Für die Auswahl einer individuellen Therapie ist dabei die Kenntnis der auslösenden Faktoren von grosser Wichtigkeit. Moderne Testsysteme erlauben es Ihrem Zahnarzt, diese wichtigen Informationen zu erhalten und frühzeitig den Weg für die richtige Prophylaxe bzw. Therapie zu bereiten.

Für Entstehung, Ausmaß und Verlauf der Parodontitis sind Bakterien verantwortlich, die sich in der Zahntasche ansiedeln und durch konventionelle Verfahren nicht immer zu beseitigen sind. Nach kurzfristiger Besserung können die Beschwerden wieder auftreten. Eine Antibiotikatherapie kann erforderlich sein, die genau auf die nachgewiesenen Keime abgestimmt wird. Eine Untersuchung kann zudem die Möglichkeit einer familiären Übertragung z.B. auf den Partner oder die Kinder verdeutlichen. Hierzu ist eine genaue Diagnose mittels moderner Testverfahren unabdingbar, die in die zahnärztlich Beratung integriert ist.

Wie funktioniert der Bakterientest

Nach Entfernung der Plaque wird eine Papierspitze bis zum Grund der zu untersuchenden Zahntasche geführt und dort die Probe entnommen. Da der Test mittels DNA-Nachweis erfolgt, kann der Transport problemlos mit der Post erfolgen. Nach ca. 1 Woche erhält Ihr Zahnarzt schließlich den Befund über Art und Anzahl der nachgewiesenen Keime, sowie einen Therapiehinweis bezüglich geeigneter Antibiotika. Die Grundlage für eine diagnostisch fundierte Beratung und Therapie für einen bleibenden Behandlungserfolg ist damit gegeben.

 Wie funktioniert der Risikotest

Immer wieder stößt der Zahnarzt auch auf Patienten, bei denen die Parodontitis fortschreitet, obwohl keine Keime nachgewiesen werden konnten. Dies bedeutet, dass Personen, die eine entsprechende erbliche Belastung aufweisen, ein erhöhtes Risiko tragen. Kommen weitere Faktoren (wie Rauchen oder schlechte Mundhygiene) hinzu, steigt das Risiko erheblich an. Hierbei kann ein weiterer Risikotest Klarheit erbringen. Im Vorfeld der Erkrankung eignet sich dieser Test also für die Identifizierung von Risikopatienten und ermöglicht eine entsprechende Prophylaxe-Planung. Liegt dagegen eine Parodontitis vor, gibt der Test nützliche Informationen bezüglich der anstehenden Therapie. Mit Hilfe eines Wattestäbchens wird ein einfacher Abstrich der Mundschleimhaut durchgeführt. Anschließend erfolgt die Untersuchung im Labor. Nach Zustellung des Befundes kann Ihr Zahnarzt alle weiteren Massnahmen mit Ihnen besprechen.

 Wer bezahlt diese Untersuchungen

Leider sind die Tests nicht Teil der kassenärztlichen Versorgung und müssen daher von Ihnen bezahlt werden. Ihr Zahnarzt berät Sie jedoch gerne über diese Art der persönlichen Gesundheitsvorsorge und die Vorteile einer umfassenden Prophylaxe. Dieses Angebot stellt, neben vielen anderen individuellen Angeboten, ein weiteren Service der Praxis ihres Vertrauens dar.